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Glossar


Vorgänge in Lebewesen, im Gewebe und Zellen werden mit den Begriffen Genom, Proteom und Metabolom in Verbindung gebracht.

Genom: Im Genom wird die Gesamtheit der vererbbaren Informationen einer Zelle in Form der DNA gespeichert. Die DNA enthält im Prinzip die "Baupläne" für die Zelle und alle ihre Bestandteile wie zum Beispiel die Proteine oder auch die Hormone und Aminosäuren.

Proteom: Die Gesamtheit aller Proteine in einem Lebewesen oder einer Zelle unter exakt definierten Bedingungen und zu einem bestimmten Zeitpunkt wird als Proteom bezeichnet.

Metabolom: Im Metabolom bildet sich der Stoffwechsel der Zelle ab auf der Ebene der überwiegend niedermolekularen Substanzen wie z.B. Vitamine, Hormone, Fette usw. mit Substanzen wie z.B. Cholesterin, Glukose oder Östrogen. Das Metabolom fasst alle charakteristischen Stoffwechsel-Substanzen der Zelle bzw. des Gewebes zusammen.


Genom, Proteom und Metabolom können nicht unabhängig voneinander betrachtet werden, sondern bilden ein dynamisches System hoher Komplexität, in welchem die Komponenten durch Austausch von Signalen, die Anweisungen und Informationen enthalten, in Wechselwirkung miteinander treten.


Im Genom sind zwar die Baupläne für Proteine und Aminosäuren enthalten, die für die Zellen nützlich sind, aber manchmal auch für solche, welche die Zellen schädigen oder interne Signalwege umfunktionieren. Dies kann zu einem unkontrolliertem Wachstum der Zellen führen verbunden mit der Abgabe von toxischen Substanzen, die andere Organe des Körpers in Mitleidenschaft ziehen. Mit anderen Worten: Der Stoffwechsel der betroffenen Zellen wird nach Plan umgebaut mit negativen Folgen für den Gesamtorganismus.

Diese Umwandlung von normalen Zellen in Tumorzellen ist mit messbaren Veränderungen im Stoffwechsel der Zelle auf der Ebene des Proteoms und des Metaboloms verbunden. Auslöser kann eine Gruppe von Genen sein, die mutierten oder bisher abgeschaltet waren. Externe Ursachen können hierfür der Anlass sein (z.B. Melanome durch UV-Strahlung).
Ebenso wie die Veränderung in Richtung Tumorzelle und deren Aktivität messbar ist, kann auch das Abschalten der Tumorzelle unter Einfluss einer erfolgreichen Therapie verfolgt und so die Therapie gesteuert werden.